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Info: Was ist LEEN? – Lernende Energieeffizienz-Netzwerke

Um die Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe zu erhöhen, initiiert, betreut und moderiert die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE GmbH) bereits eine Vielzahl an Energieeffizienz-Netzwerken (oder auch: Lernende Energieeffizienz-Netzwerke – LEEN) in Deutschland und Österreich.

Die Energieeffizienz-Netzwerke verstehen sich als Kooperationsangebot und Vernetzungsplattform für die Wirtschaft. Grundlage der angestrebten Energiekosten- und CO2-Senkung bildet ein in den letzten Jahren unter Anderem vom Fraunhofer ISI entwickeltes und erprobtes Netzwerk-Managementsystem (®LEEN).

Unter der Schirmherrschaft von Hep Monatzeder, 3. Bürgermeister der Landeshauptstadt München, ist so das Netzwerk München-Oberbayern im Januar 2010 mit dem ersten Energieeffizienztisch gestartet. Das zweite Netzwerk Südbayern konnte im März 2011 gegründet werden. Kurz darauf entstanden bereits die nächsten Netzwerke in der Region Chiemgau-Rupertiwinkel sowie die Energieeffizienz-Kooperation Bayerngas, ehe es uns erfolgreich gelang, zusammen mit der Vorarlberger Kraftwerke AG das erste Energieeffizienznetzwerk Österreichs in Vorarlberg zu gründen.

Derzeit befinden wir uns, zusammen mit der Verbund AG, in der Akquisephase für das ECO-NET Energieeffizienz-Netzwerk in der Region Wien. Eine Auswahl der von uns betreuten Unternehmen ist nachfolgend dargestellt (vgl. Abbildung 1).

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Abbildung 1: Teilnehmende Betriebe der bisherigen Netzwerke


Wie läuft ein Energieeffizienz-Netzwerk ab?

Hauptziel der ®LEEN-zertifizierten Netzwerke ist es, rentable betriebliche Energieeinsparpotenziale aufzudecken und umzusetzen und damit gleichzeitig Kosten zu sparen und den Klimaschutz zu fördern. Dazu tragen neben einer professionellen, umfassenden Initialberatung (Phase 1, siehe Abbildung 2) insbesondere der praxisorientierte Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Unternehmen und die regelmäßigen Expertenvorträge zu zentralen Technologiethemen bei.

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Abbildung 2: Ablauf eines ®LEEN zertifizierten Energieeffizienz-Netzwerks (EEN)

Die individuelle Initialberatung wird in etwa sieben bis zehn Monaten für jeden Teilnehmer durch Ingenieure der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH durchgeführt (in Österreich auch in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Vorarlberger Kraftwerke AG bzw. der Verbund AG) und schließt mit einem Initialberatungsbericht ab. In diesem werden die wichtigsten strukturellen und energetischen Daten des Unternehmens beschrieben und alle bewerteten Maßnahmen mit ihren wichtigen Eckdaten (Höhe des Einsparpotentials, Investitionssumme, Wirtschaftlichkeit der Maßnahme) festgehalten. Ziel ist es, über die Initialberatung die wirtschaftlichen Energieeinsparpotentiale der Teilnehmer zu identifizieren.

Auf Basis der Ergebnisse der Beratungsberichte treffen die Netzwerke am Ende der Phase 1 eine gemeinsame freiwillige Zielvereinbarung zur Energie- und CO2-Einsparung, die bis zum Ende der Netzwerklaufzeit erreicht werden soll.

Während der sogenannten Energieeffizienztische (Phase 2, siehe Abbildung 2), die jeweils bei einem der Teilnehmer stattfinden, werden unter professioneller Moderation Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht und relevante Technologiethemen (z.B: Druckluft, Klimatisierung, Wärmerückgewinnung oder Beleuchtung) durch Experten vorgestellt. Am Anfang der Treffen steht immer ein Betriebsrundgang, der den Teilnehmern die jeweilige Situation verdeutlicht. Sobald im Laufe der Phase 2 einzelne Maßnahmen umgesetzt sind, werden sie auch als Erfahrungsberichte vorgestellt. Durch diese beiden Elemente (Fachvorträge, Erfahrungsaustausch) erhalten die Teilnehmer praxisrelevante und aktuelle Informationen, die ihren Entscheidungsprozess zu Energiesparmaßnahmen unterstützen.

Die Netzwerke gehen über die übliche Energieberatung hinaus. Die geringen Kosten der Informationsbeschaffung machen diese Vorgehensweise auch für mittelständische Unternehmen interessant. Die Kosten werden durch den Erfahrungsaustausch und die kundenorientierten Expertenvorträge erheblich vermindert.

Um die Erfolge zu bestimmen und die gemeinsame Zielfestlegung zu prüfen, findet in der Phase 2 ein jährliches Monitoring statt, das die Summe aller Effizienz- und CO2-Minderungsmaßnahmen ermittelt und bewertet.
Auf Wunsch findet ein Abschlussworkshop statt, auf dem die Ergebnisse öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden, und die Teilnehmer festlegen, ob sie das Netzwerk weiterführen möchten. Bisherige Erfahrungen mit solchen Netzwerken bei Modell Hohenlohe, EnBW und in der Schweiz haben gezeigt, dass eine Energieeffizienzsteigerung von 2 - 3 % pro Jahr erreicht wird.

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Pressemeldungen:

      Unsere bisherigen Netzwerk Projekte:

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        Dipl.-Ing. (FH) Anna Gruber, Dipl.-Ing. Michael Kolb