Netzentlastungspotenzial einer externen Steuerung von Haushaltsgeräten in windreichen Gebieten

Posterbeitrag von Michael Hinterstocker bei der Konferenz Zukünftige Stromnetze für Erneuerbare Energien am 30. Januar 2019 in Berlin

Analysen der Einsätze von Einspeisemanagement in Deutschland zeigen, dass Regionen mit hoher installierter Windenergieleistung sehr hohen Bedarf nach Maßnahmen zur Netzentlastung aufweisen. Eine Anpassung des Verbrauchs an die Charakteristik der Erzeugung wird häufig als geeignet zur Vermeidung oder Verminderung einer Abregelung betrachtet. Im Haushaltssektor bestehen verschiedene Ansätze, wie beispielsweise finanzielle Anreize mittels variabler Tarife oder mittels eines regionalen Flexibilitätsmarkts. Im Rahmen eines Feldversuchs der Stadtwerke Norderstedt, eingebettet in das SINTEG-Projekt NEW 4.0, wird als weitere Möglichkeit die automatisierte externe Steuerung von Haushaltsgeräten zur verbesserten Netzintegration der Windenergieanlagen in Schleswig-Holstein untersucht. Um das Potenzial einer derartigen Steuerung vorab abzuschätzen, wird das Verhalten der Teilnehmer in einem Modell simuliert.

Grundsätzlich stellt das analysierte Konzept einen funktionierenden Ansatz dar, die Verbraucherlast an die volatile Produktion anzupassen. Die bisherigen Simulationsergebnisse bestätigen allerdings die zu Beginn bereits genannte Einschätzung: Solange keine größeren Energiemengen verschoben werden, ist kein relevanter Einfluss der Lastflexibilisierung auf die Reduktion des Einspeisemanagements erkennbar. Damit sich der Einsatz der Steckdosen lohnt und um einen größeren Einfluss auf das Einspeisemanagement zu haben, müssen Geräte Verwendung finden, die höhere Leistungen aufweisen.

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