Kohlenstoffdioxid-Einsparpotenziale durch Einsatz strombasierter Grundchemikalien in der stofflichen Nutzung

Veröffentlichung in der et - Energiewirtschaftliche Tagesfragen Januar/Februar 2019

Damit die beschlossenen Klimaziele erfüllt werden, muss in allen Verbrauchssektoren die Nutzung von fossilen Energieträgern und somit eine Reduktion der Treibhausgasemissionen erreicht werden. Dies gilt für den Energie- und Umwandlungssektor ebenso wie für die stoffliche Nutzung in der chemischen Industrie. In dieser werden fossile Energieträger stofflich genutzt, um hieraus Produkte wie zum Beispiel Kunststoffe herzustellen. In diesem Zusammenhang entstehen für die Herstellung zum einen direkte Prozessemissionen, zum anderen Emissionen durch den Strom- und Wärmeverbrauch. Zudem werden die Produkte am Ende ihres Lebenszyklus häufig thermisch verwertet, wobei ebenfalls Treibhausgase emittiert werden. Die Transformation der Stromerzeugung hin zu erneuerbaren Energien ermöglicht es der chemischen Industrie, aus emissionsfreier Elektrizität und Kohlenstoffquellen, wie CO2 aus Ab- bzw. Biogas, die benötigten Verbrauchsgüter emissionsneutral zu produzieren.

Im Rahmen dieser Arbeit wird zunächst die stoffliche Nutzung fossiler Energieträger in Deutschland für das Jahr 2015 bilanziert (siehe Abbildung 1). Des Weiteren werden Substitutionspotenziale und Systemrückwirkungen durch die Herstellung von strombasierten Grundchemikalien analysiert. Maßgeblich entscheidend für die cradle-to-gate Ökobilanz strombasierter Grundchemikalien ist der CO2-Emissionsfaktor der Stromerzeugung, daher wird hier zwischen verschiedenen Szenarien unterschieden.

 

Vergleich der stofflichen Nutzung von fossilen und biogenen Energieträgern in Deutschland

Abbildung 1: Vergleich der stofflichen Nutzung von fossilen und biogenen Energieträgern in Deutschland im Jahr 2015

 

Weitere Informationen:

 

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