Die Gasversorgung im Wandel – Vor welche Herausforderungen Power-to-Gas die Industrie stellt

Veröffentlichung in der et – Energiewirtschaftliche Tagesfragen im Mai 2019

Im Rahmen des Kopernikus-Projekt SynErgie analysiert die FfE die Flexibilisierung von Industrieprozessen. In einem ersten Schritt wurden Anforderungsprofile für charakteristische energiewirtschaftliche Situationen für die Bereitstellung von Flexibilität aus Sicht des Strommarkts entwickelt. In weitergehenden Analysen wurden auch die Anforderungen und Herausforderungen durch die wandelnde Gasversorgung mit Power-to-Gas als neuer Gasteilnehmer systematisiert und analysiert.

Im Rahmen der Energiewende werden gasförmige Energieträger als Pendant zu den volatilen Erneuerbaren stark diskutiert. Vor allem durch Power-to-Gas (PtG) steht eine Dekarbonisierungsmaßnahme mit hohem Flexibilitätspotenzial bereit. Dadurch ändert sich allerdings bei Einspeisung ins Erdgasnetz die Gaszusammensetzung von reinem Erdgas zu einem Gasgemisch, welches unter anderem synthetisches Methan und Wasserstoff (H2) enthält. Durch die veränderte Gaszusammensetzung kommen Herausforderungen auf die Industrie zu, welche mit den folgenden Anforderungsprofilen analysiert werden.

Das erste Anforderungsprofil stellt die Situation für eine konstante H2‑Einspeisung und damit einen konstanten Volumenanteil von erneuerbarem Gas im Gasgemisch dar. Diese Situation entsteht beispielsweise durch die Einspeisung einer PtG- oder Biogas-Anlage, welche konstant in Volllast betrieben wird. Im zweiten Anforderungsprofil wird von einem schwankenden, aber planbaren Volumenanteil erneuerbarer Gase im Gasgemisch ausgegangen. Hier wird also von wechselnden Gaszusammensetzungen ausgegangen, beispielweise durch die volatile Einspeisung einer PtG-Anlage in der Nähe eines Windparks, welche überschüssigen Strom in H2 umwandelt. Das letzte Anforderungsprofil stellt die größten Herausforderungen an die Industrie, da hier von nicht planbaren Schwankungen ausgegangen wird, welche zum Beispiel durch die Erbringung von Regelleistung durch PtG-Anlagen oder Prognosefehlern für EE-Erzeugung auftreten können. Die entwickelten Anforderungsprofile sowie den et-Artikel finden Sie rechts im Downloadbereich.

 

 

Abbildung 1

 

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