Start des Dekarbonisierungsnetzwerks „dekarbN“

Große Industrieunternehmen machen ernst: von der Energieeffizienz hin zum Klimaschutz

Langjährige Erfahrungen in den Energieeffizienz-Netzwerken haben das Potenzial dieses kooperativen Ansatzes aufgezeigt. Der Erfahrungsaustausch fördert den Kompetenzaufbau der Umsetzer vor Ort und senkt die Transaktionskosten bei der Steigerung der Energieeffizienz. Das neu gestartete Dekarbonisierungsnetzwerk "dekarbN" überträgt diese Vorteile der Netzwerkarbeit auf die Ambitionen der Industriebetriebe, ihre Treibhausgase deutlich bzw. vollständig zu vermeiden.

Aufgrund ihres hohen Anteils an den energiebedingten Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) in Deutschland (ca. ein Drittel aller energiebedingten THG-Emissionen) wird die Industrie eine große Rolle bei der Erreichung der Klimaschutzziele spielen. Bisher wurden vor allem Transformationspfade für die energieintensiven Branchen wie die Stahl-, Chemie- oder Zementbranche als Zielbranchen für die Dekarbonisierung erarbeitet. Dekarbonisierung wird in diesem Zusammenhang im Sinne einer Defossilisierung verwendet, d. h. einem vollständigen Einsatz von klimaneutralen Endenergieträgern. Die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung zur Erreichung der Pariser Klimaschutzziele erfordern jedoch die Dekarbonisierung aller Industriezweige. Um dieses Ziel zu erreichen, wird jedes einzelne Unternehmen, auch jene mit weniger energieintensiven Wertschöpfungsketten, seinen Beitrag leisten müssen. Hierzu bedarf es einer individuellen Dekarbonisierungsstrategie, die auf die Besonderheiten jedes Unternehmens und seiner Produktionsstandorte zugeschnitten ist.

Vor diesem Hintergrund startete das dekarbN-Netzwerk nun offiziell. Am 25. Februar trafen sich die Netzwerkteilnehmer zu einer digitalen Kick-Off-Veranstaltung, die vom Netzwerkträger FfE organisiert wurde. Vertreter von der ALTANA AG, BMW Group, Canon Production Printing, Clariant AG, HAWE Hydraulik SE, Himolla Polstermöbel GmbH, MAN Truck & Bus SE, MTU Aero Engines AG, Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, Rosenthal GmbH und W. L. Gore & Associates. sind in einem halbtägigen Workshop zusammengekommen, um sich kennenzulernen und sich über ihre Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge im Bereich Dekarbonisierung auszutauschen.

Weiterhin hat die FfE den Teilnehmenden die Methodik zur Entwicklung einer Dekarbonisierungsstrategie sowie die zu dem jeweiligen Schritt passenden Elemente des Dekarbonisierungsbaukastens vorgestellt. Ziel des Netzwerks ist es, dass jedem teilnehmenden Unternehmen nach Ende der dreijährigen Netzwerklaufzeit eine passgenaue und konkret umsetzbare Dekarbonisierungs-Roadmap zur Verfügung steht.

 

Start des Dekarbonisierungsnetzwerkes dekarbN

Foto: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dekarbonisierungsnetzwerkes dekarbN

Der nächste Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel ist nun die Analyse des Status quo. Die Erfassung erfolgt durch bilaterale Gespräche mit Expert*Innen der FfE, die für ein gemeinsames Verständnis zum Stand der Dekarbonisierungsarbeiten und -planungen im Unternehmen wichtig sind. Der erste Termin dieser Art fand am vergangenen Freitag, den 12.03. statt, während die Termine mit den zehn weiteren Netzwerkteilnehmern jeweils über die kommende zwei Monate verteilt sind.

Aufbauend auf der Status-Quo-Analyse werden konkrete Ziele für die kommenden drei Jahre im Netzwerk definiert. Nach Abschluss der Status‑quo- und Zielanalyse geht das Netzwerk in die nächste Phase: Workshops zum Kompetenzaufbau.

In jedem dieser vierteljährlich stattfindenden Workshops wird ein wechselndes Team von Fachexperten der FfE einen Deep-Dive in Methoden und Technologien aus dem Dekarbonisierungsbaukasten geben, die für die Konzeption und Umsetzung einer Dekarbonisierungsstrategie wichtig sind. Nach jedem Workshop können die Teilnehmer ein weiteres neues Werkzeug im individuellen Kontext ihres Unternehmens anwenden, bevor sie sich zu ihren Erfahrungen mit der Umsetzung im Rahmen des nächsten Workshops austauschen können.

Mit jeder Erweiterung des Dekarbonisierungsbaukastens können die Teilnehmer weitere Schritte auf dem Weg zur Fertigstellung einer konkreten Dekarbonisierungsstrategie unternehmen. Am Ende des dreijährigen Netzwerks wird jeder Teilnehmer die nötigen Kompetenzen haben, um seine Ziele zu definieren, mögliche Maßnahmen zur Zielerreichung zu identifizieren und zu bewerten und diese Informationen in einer konkreten, zeitlich geordneten Strategie zu verankern.

 

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