Merit Order Netz-Ausbau 2030 (MONA 2030)

Vergleich von Maßnahmen zur Verringerung des Netzausbaus

Unter dem Titel "Merit Order Netz-Ausbau 2030" (MONA 2030) wurde ein Vergleich der Maßnahmen und Technologien zur Netzentlastung, speziell im Hinblick auf die Einspeisung hoher Anteile erneuerbarer Energien in die Übertragungs- und Verteilnetze, durchgeführt. In Anlehnung an eine Merit Order der Kraftwerke wurden kostenoptimale Einsatzreihenfolgen für die untersuchten Maßnahmen und Technologien erstellt.

Die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) hat zu diesem Thema einen Forschungsverbund initiiert, um bestehende und zukünftige Möglichkeiten der Netzgestaltung zu untersuchen. Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH war als Unterauftragnehmer an diesem Forschungsprojekt beteiligt.

Im Rahmen des Projekts wurden von der FfE GmbH verschiedene Schwerpunkte bearbeitet: Die Erstellung von Basisnetztopologien, die Generierung regionalisierter Lastgänge von Haushaltskunden und die Analyse von Lastflexibilisierung in Haushalten und Industrie als netzoptimierende Maßnahme. Darüber hinaus wurden unterstützende Tätigkeiten im Bereich der Energiesystemanalyse durchgeführt.

Um die erarbeiteten Ansätze und Maßnahmen zur Netzoptimierung zu untersuchen und zu bewerten sind Simulationsrechnungen der Auswirkungen im Stromnetz notwendig. Auf Übertragungsnetzebene kann dazu das reale Netz herangezogen werden. Im Bereich der Verteilnetze ist es notwendig repräsentative Netztopologien auszuwählen, welche die Gesamtheit existierender Netze möglichst gut abbilden. Dazu werden von den Projektpartnern zur Verfügung gestellte Netzdaten analysiert und hinsichtlich verschiedener Unterscheidungsmerkmale bewertet. Mittels Clusteranalyse können anschließend Gruppen ähnlicher Netze identifiziert werden, um daraus die gewünschten Basisnetztopologien abzuleiten.

Neben den Netzen sind zum Test der Maßnahmen auch die Lastgänge der Verbraucher im betreffenden Netz notwendig. Diese können anhand der Standardlastprofile des BDEW modelliert werden. Es zeigt sich jedoch, dass diese den realen Verbrauch heutiger Kleinverbraucher nur unzureichend abbilden. Aus diesem Grund wurden im Projekt MONA 2030 neue Lastprofile entwickelt, die im Anschluss für Simulationen eingesetzt werden können. Diese basieren auf zeitaufgelösten Verbrauchsdaten, die von den beteiligten Projektpartnern zur Verfügung gestellt werden sowie eigenen Messungen der FfE im Rahmen des Projekts. Diese Daten werden auf Abhängigkeiten von Witterung, geografischer Lage sowie demografischen Gegebenheiten des Erhebungsgebiets untersucht, um im Anschluss typische Lastverläufe für beliebige Regionen in Deutschland ableiten zu können.

Für die Ableitung der optimalen Einsatzreihenfolge wurde eine Vielzahl an netzoptimierenden Maßnahmen analysiert und bewertet. Die Ffe GmbH war dabei schwerpunktmäßig im Bereich der Lastflexibilisierung von Haushaltsgeräten sowie von industriellen Prozessen und Querschnittstechnologien tätig.

Die Studie wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Neben dem BMWi wurde das Vorhaben von 16 Industriepartnern aus dem Bereich Energieversorgung und aus der Automobilproduktion unterstützt.


Projektlaufzeit:
2015 – 2017

Projektpartner:

Amprion badenova Netz BMW EWE
 Harz Energie  inetz  Main-Donau-Netzgesellschaft  Netzgesellschaft Duesseldorf
 oe  swa  sw Jena  SWM
 sw-netz  TenneT  Thuega  Tinetz


Weitere Informationen:

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